In der Remise – Wiener Verkehrsmuseum

Im Rahmen der Projekttage statteten 17 neugierige Schülerinnen und Schüler mit den Professoren-Schwestern Mag. Valerie Drack, BA und MMMag.a Viviane Drack, der Remise - dem Verkehrsmuseum im dritten Bezirk einen Besuch ab. Dort erfuhren wir im Rahmen einer Führung Interessantes über die Historie des öffentlichen Verkehrswesens in Wien. Angefangen von der Pferdetramway, über die mit Dampf betriebene Straßenbahn, die bereits der fünffachen Personenanzahl von davor, nämlich 100 Passagieren die Mitfahrt ermöglichte, wo der Fahrdienstleiter allerdings auch bei ungemütlichen Minusgraden noch im Freien stehen musste, weil man nicht auf die Idee gekommen war, eine Windschutzscheibe einzubauen, da der Kutscher die Zügel auch nicht durch eine solche halten konnte, bis hin zur "Elektrischen". Die Doppeldeckerbusse waren nicht lange in Wien unterwegs, weil die Wienerinnen und Wiener für drei bis vier Stationen nicht gewillt waren, sich in die obere Etage zu bequemen. Mit zunehmendem Verkehrsaufkommen wurden zur Entlastung des Verkehrs auf den Straßen die Öffis teilweise in den Untergrund verbannt. Das Highlight für die Schülerinnen und Schüler war es, ihr Geschick als U-Bahnfahrerinnen bzw.
-fahrer in einem Simulator unter Beweis zu stellen. Es ging dabei darum, die vorgegebene Geschwindigkeit einzuhalten und rechtzeitig in der Station zu drosseln, um zum Stehen zu gelangen. Fast alle erreichten bei dem Test mehr als 90 Prozent, eine sogar volle 100 Prozent, und könnten damit vom Fleck weg für diesen Job engagiert werden. In diesem Zusammenhang spannend war auch der Hinweis auf den Wandel des Berufs des Schaffners, bis zur Pensionierung des letzten Schaffners Fritz Knottek im Jahr 1996. Im Lied „Schaffnerlos“ von Wolfgang Ambros und Joesi Prokopetz wird dieser Umstand mit den Zeilen „Schaffner sein,/ des war amal wos,/ so wird's nie wieder sein" besungen. Der „Fluss im Bus", der beim Einsturz der Reichsbrücke in der Donau landete, hat uns beeindruckt, da man ihm seine Geschichte gar nicht ansieht. Wäre es nicht ganz so kalt gewesen, wäre es ein perfekter, informativer Lehrausgang gewesen. Die Kälte hat uns ganz schön zugesetzt.

 Mag. Valerie Drack, BA und MMMag.a Viviane Drack