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Bei der Feuerwehr

Projekttage 2019 Feuerwehr.
Am letzten Schultag vor dem Erhalt der Schulnachricht und dem damit einhergehenden Start in die Semesterferien ging es für einige Schülerinnen und Schüler auf die Hauptwache der Feuerwehr Am Hof in der Wiener Innenstadt, die zugleich die älteste Berufsfeuerwehr in Europa ist. Unserem Lehrausgang voran ging eine kurze theoretische Einführung sowie ein Experiment mit zwei unterschiedlich großen Gläsern, die über zwei brennende Teelichter gestülpt wurden. Beobachtbar war ein Unterschied, wie schnell die Flammen unter den beiden Gläsern erloschen. Da wir etwas zu früh dran waren, unternahmen wir noch einen kurzen Abstecher zur Alma Mater im Arkadenhof der Uni Wien. Der Besuch auf der Feuerwache begann schließlich mit einem Vortragsgespräch, bei dem die Schülerinnen und Schüler sich durch eifriges Fragenstellen sehr interessiert zeigten. Die Informationen reichten von der kurz und prägnant mit Schlagworten die Aufgaben der Feuerwehr zusammenfasssenden Formel: "Retten, Löschen, Bergen, Schützen", über die zu absolvierende fünf monatige Grundausbildung, an die sich eine Spezialisierung in drei mögliche Bereichen anschließt, den Verdienst, den Dienst im 24-Stunden-Rad, die Ausrüstung bzw. Kleidung bis hin zur Ausstattung der Feuerwehrautos. Die 1200 Liter Löschwasser an Bord, bevor der Schlauch an einen Hydranten angeschlossen werden muss, wenn die Vorräte verbraucht sind, entlockte einem Schüler ein beeindrucktes, staunendes "Wow". Dass dies nur der Menge einer vollgefüllten Badewanne entspricht, überraschte daher umso mehr. Die Highlights waren bestimmt das Probesitzen in einem Feuerwehrauto, das den Schülerinnen und Schülern Reaktionen von "Das ist ja richtig ungemütlich!" bis zu einem schlichten "Super cool!" entlockte, sowie die Fahrt in 30 Meter Höhe im Drehleiterkorb, von wo aus sich die grandiose Aussicht genießen ließ. Manch einer liebäugelte nachher mit dem Gedanken, irgendwann selbst Feuerwehrmann bzw. -frau zu werden. Da es bisher unter den 1700 Feuerwehrmännern nur 5 bis 6 Frauen gibt, das weibliche Geschlecht somit stark unterrepräsentiert ist, schadet zukünftige Verstärkung sicher nicht. In diesem Sinne: Auf zum Training, dass die Hürde Aufnahmeprüfung nicht zur unüberwindbaren Barriere wird, wenn wir nun schon wissen, wie man sich im Ernstfall verschiedener Gefahrensituationen richtig verhält.

Jakob Plöchl & MMMag. Viviane Drack

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